Trauer – wenn die Last zu schwer wird

Trauer ist Bestandteil des Lebens und gehört zu den schwierigsten Lebenserfahrungen. Binnen eines Moments ändert sich das ganze Leben. Schock, Verzweiflung, Wut, Angst, Schuldgefühle, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit – die Zahl der Gefühlszustände ist hoch. Dies zu verarbeiten und den Schmerz auszuhalten, ist für viele Trauernde schwer. Sind Kinder betroffen, müssen auch diese emotional aufgefangen werden. Für diese Menschen bieten wir in unserer Fachklinik Mikina drei Schwerpunktkuren an, die den Trauernden dabei helfen, ihren ganz individuellen Trauerprozess zu bewältigen.

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, geht ein Riss durch die eigene Welt. Für die Angehörigen und Freunde bedeutet der Verlust eines nahestehenden Menschen großen seelischen Schmerz. Nicht immer reichen die eigenen Bewältigungsstrategien, um mit der Veränderung im Leben, den vielfältigen Gefühlen und dem Schmerz umzugehen. Viele Trauernde haben das Gefühl, in zwei Welten zu leben. In der einen Welt läuft der Alltag weiter, in dem der Trauernde funktionieren muss. Die andere Welt wird bestimmt von der Trauer und der Erinnerung an den Verstorbenen. Ein Spannungsfeld, aus dem die Betroffenen nicht allein rausfinden.

Trauerbewältigung mit Unterstützung

Im Rahmen unserer Schwerpunktkuren „Trauerbegleitung für Witwen und Witwer“, „Trauerbewältigung für nahe Angehörige“ und „Fehlgeburt – warum die Trauer so wichtig ist“ begleiten wir die Betroffenen ein Stück bei ihrem Trauerprozess. Eine therapeutische Austauschgruppe mit den Themen Trauerprozess, Trauerrituale, Symptome und Umgang mit trauernden Kindern gibt den trauernden Patienten Raum für Gespräche und Erfahrungen. Bei Bedarf bieten wir den Patienten therapeutische Einzelgespräche an.

Trauer ist oft mit Anspannung verbunden. Entspannungs- und bewegungstherapeutische Angebote lösen diese und bringen Erleichterung für den Körper. Tiergestützte Interventionen und Kunsttherapien sind ebenfalls möglich.

Trauernde Kinder auffangen

Gerade Kinder verstehen den Verlust eines Menschen nicht. Sie ziehen sich in ihre Welt zurück und trauern auf ihre Weise. In der Interaktionsgruppe für Kinder bekommen trauernde Kinder Raum für ihre Trauer. In Gesprächen lernen sie, mit der Trauersituation umzugehen und treffen Gleichgesinnte, mit denen sie sich austauschen können. In Sportgruppen und Bewegungstherapien können sie sich körperlich auslasten und Anspannungen lösen.